Mit Jesus auf der Bühne
Eric Wehrlin ist Schauspieler und lebt für die Bühne. Ins Wanken gerät seine Karriere allerdings als er einem Missionar begegnet...
Ich bin 1961 in Zürich geboren und in der Schweiz aufgewachsen. Ich gehöre zur evangelischen Kirche. Die Bibel, besonders das Alte Testament fand ich interessant, aber nur aus historischen Gründen. Das dieses Buch auch etwas mit meinem Leben zu tun haben könnte, damit rechnete ich nicht. Doch dann drückte mir, als ich 15 Jahre alt war, ein junger Mann ein Traktat in die Hand.
Auf diesem Zettel war ein Vers abgedruckt:
"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn hingegeben hat." Johannes 3,16)
Da drunter stand noch: Wenn du jetzt Gott persönlich kennen lernen willst, kannst du das mit einem einfachen Gebet tun. Das Gebet stand ebenfalls auf dem kleinen grünen Zettel. Abends im Bett habe ich das Gebet tatsächlich gesprochen. Am nächsten Morgen habe ich einen enormen Frieden in meinem Herzen gespürt, aber ich habe nicht gewusst, woher er kommt. Irgendwie habe ich gespürt, dass da etwas ist und dass etwas mit mir geschehen war.
Der Missionar
Nach diesem Ereignis begann ich in der Bibel zu lesen. Für einige Zeit fesselte mich diese Lektüre, aber nach ein paar Wochen legte ich sie beiseite und verdrängte die Erfahrung, die ich mit Gott gemacht hatte. Ich habe mein altes Leben wieder gelebt und besuchte eine Schauspielschule. Bis ich eines Tages einen Missionar kennen gelernt habe, der eigentlich gar nicht lange mit mir gesprochen hat. Er hatte mir einfach eine Bibel geschenkt und sagte zu mir, er habe was für mich, was mich sicher sehr interessieren würde. Da begann ich wieder mich, für die Bibel zu begeistern und die Erfahrung mit Gott wurde wieder lebendig.
Man kann auch sagen, seit diesem Moment habe ich meine Beziehung zu Gott neu fest gemacht.
Die Bretter, die die Welt bedeuten
Damals war ich Mitte 20. Auf der Schauspielschule lernte ich Eva Maria Admiral kennen. Wir heirateten. Allein oder gemeinsam standen wir nun auf den "Brettern, die die Welt bedeuten". Doch ich bekam Zweifel, ob ich die Schauspielerei noch weiter betreiben sollte. Ich war bereits zehn Jahre Schauspieler und bin in den verschiedensten Theatern und auf verschiedensten Bühnen aufgetreten. An dieser Stelle bin ich in eine Konfliktsituation geraten. Ich stand vor der Frage: Wie weit möchte ich in meinen Beruf kommen und was ich möchte ausdrücken?
Da ich auf diese Frage keine befriedigende Antwort fand, ließ ich die Schauspielerei hinter mir. Ich fing an bei der österreichischen Bibelgesellschaft zu arbeiten, bis ich mit meiner Frau auf die Idee kam, Theater für Jesus zu machen. Die ProChrist Veranstaltung 1997 gab den Auftakt dazu. Seither bin ich mit meiner Frau vor allem bei christlichen Veranstaltungen auf der Bühne zu sehen. Ich lebe mit Jesus auf der Bühne, wie überall.
Ein Leben mit Jesus zu führen, bedeutet für mich einen ständigen Neuanfang zu machen. Mehr denn je bin ich mir bewusst, dass diese Beziehung mit Jesus keine einfache Sache ist. Diese Beziehung öffnet Horizonte für mich, aber ich muss schon selber meinen Kopf in diese Richtung wenden. Sie sollte auch in meinem Leben irgendwie Anwendung finden.
Eric Wehrlin
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